Stevia – Wie viel Wunder steckt wirklich in dieser Pflanze?
Stevia – Wundermittel der Guarani
Die Pflanze Stevia Rebaudiana stammt ursprünglich aus Paraguay in Südamerika. Dort wird sie seit Jahrhunderten von den Ureinwohnern Brasiliens und Paraguays angebaut.
In der Kultur der Guarani-Indianer wird Stevia nicht nur zum Süßen von Mate, einem in Südamerika weit verbreiteten Tee-Getränk, verwenden, sondern gilt auch als wichtiges Heilkraut mit dem viele Beschwerden behandelt werden können.
Dieses Wundermittel der Guarani-Indianer fand erstmals mit der spanischen Eroberung Südamerikas seinen Weg nach Europa.
Vor- und Nachteile von Stevia
Seit dem Stevia am 02.12.2011 in der EU als Lebensmitteln zugelassen wurde, legt dieses Süßmittel einen starken medialen Auftritt hin. Doch welchen Nutzen hat Stevia wirklich und welche Nachteile oder gar Risiken birgt aus Stevia gewonnener Süßstoff?
Wer sich Stevia besorgt und dann das erste Mal damit etwas backen will wird zuerst enttäuscht sein. Stevia hat etwa die 300 fache Süßkraft von Zucker, weswegen man statt 300g Zucker gerade mal 1g Stevia verwenden muss. Dies hat zur Folge, dass der leckere Schokoladenkuchen nach Omas bewährten Rezept auf einmal gar keine Masse mehr hat und nicht mehr gelingt. Damit legt sich eine Schwäche von Stevia offen: Man kann Stevia beim Backen nicht einfach anstelle von Zucker verwenden, stattdessen muss man spezielle Stevia-Rezepte suchen oder mit viel Einfallsreichtum das alte Rezept umändern.
Zudem haben viele, der zurzeit auf dem Markt erhältlichen, Stevia-Produkte einen intensiven Nach- bzw. Beigeschmack, der oftmals als lakritzartig beschrieben wird.
Allerdings kann man mit guten Stevia-Produkten nahezu kalorienfrei Getränke süßen. Auch dem so ungeliebten Besuch beim Zahnarzt kann man möglicherweise angenehmer gestalten, wenn man seinen Zuckerkonsum dank Stevia deutlich senkt. Neben dem Weniger an Zucker das den Zähnen zu Gute kommt wird der Steviapflanze nachgesagt, dass sie die Bildung von Zahnbelag und Plaque, welche Karies begünstigt, hemmt.
Und auch für Omas Schokoladenkuchen gibt es Hoffnung. Mittlerweile haben auch die Anbieter auf die Bedürfnisse beim Backen mit Stevia reagiert und bietet Steviamischungen an, die die nötige Masse zum Backen mitbringen.

Stevia schmeckt süß, ist aber frei von Zucker. Der menschliche Organismus kann den süßen Stoff aus der Pflanze nicht herauslösen. Das bedeutet, dass Stevia keinen Einfluss auf den Stoffwechsel hat. Der Patient mit Typ 2 Diabetes muss Zucker meiden, denn er ist nicht in der Lage, stets die erforderliche Menge an Insulin auszuschütten. Für ihn ist Stevia ein Segen, denn gerade Typ 2 Patienten leiden häufig unter Übergewicht, was ihren Blutzuckerspiegel zusätzlich belastet. Mit Stevia können die Betroffenen bedenkenlos süß essen. Der Blick auf das Ergebnis der Blutzuckermessung bringt den Beweis. Das Süßkraut ermöglicht den Typ 2 Diabetikern ein viel sorgenfreieres Leben, als das früher der Fall war.
